Themen

Suche

Expertenbeirat in der Rubrik Praxisführung/
Marketing/Strategie

  • Thomas Bischoff

    Thomas Bischoff

    Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
    Bischoff & Partner - Steuerberater, Rechtsanwälte, vereid. Buchprüfer

MySCOOP Login

Finden Sie fachkundige Berater in Ihrer Nähe

Übersicht Angebote

Fachbeiträge
Praxisrelevante, direkt umsetzbare Informationen als Text-, Audio- oder Videodateien
Musterverträge und -schreiben
Vertragsmuster für die individuelle Nutzung in der Arzt- oder Zahnarztpraxis
Checklisten & Tools
Handlungsanleitungen und Rechenhilfen für die unternehmerische Steuerung Ihrer Praxis
Beraterverzeichnis
Ärzte- und Zahnärzteberater in Ihrer Nähe

Newsletter

Top Downloads

Rubrik: Praxisführung/Marketing/Strategie
Arbeitsvertrag für Arzthelferinnen / MFA / ZFA
IWW Institut für Wirtschaftspublizistik GmbH & Co. KG
Gründung einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft (ÜBAG)
Oliver Frielingsdorf, Frielingsdorf Consult GmbH
Wirtschaftliche Praxisführung - Die richtigen Auswertungen für den Arzt!
Robert W. Vernekohl
Mustervertrag: Praxisübernahmevertrag
IWW Institut für Wirtschaftspublizistik GmbH & Co. KG
Honorarreform 2009: Checkliste zur Kontrolle des RLV-Bescheides – darauf müssen Sie achten!
IWW Institut für Wirtschaftspublizistik GmbH & Co. KG

Vorteile beim Dokumentenkauf

  • Kauf ohne Risiko
  • kein Abonnement
  • keine Folgekosten
  • nutzerbewertet
  • sofortiger Download
  • 24-Geld-zurück-Garantie

 

Mehrwert für Ihre Homepage

Die neuesten Beiträge von SCOOP.de als Live-Ticker für Ihre Berater-Homepage

Anzeigen

Verwandte Angebote

  • Gründung einer Privatklinik

    Leitfaden für niedergelassene Ärzte - mit Musterverträgen

    amazon.de,
    € 32,80 inkl. USt.

  • Chefarzt-/Belegarztvertrag

    Vertragsmuster und Kommentar zur Vertragsgestaltung

    amazon.de,
    € 19,95 inkl. USt.

  • Abteilungsmanagement für Leitende Ärzte

    Abteilungsmanagement für Leitende Ärzte

    Ziel des Buches ist die Bereitstellung von Anregungen für eine effizientere Abteilungsführung im Kontext der Planung und Umsetzung interdisziplinärer Versorgungsstrukturen im Krankenhaus, aber auch im Hinblick auf die Mitwirkung in Projekten zur Integrierten Versorgung

    amazon.de,
    € 68,00 inkl. USt.

  • Weitere Angebote...

Praxisführung/Marketing/Strategie

Vergütung: Einkommen der Chefärzte 2011 um durchschnittlich 9.000 Euro gestiegen

Schlagwörter: Einkommen, Chefärzte, Durchschnittseinkommen, Führungskräfte, Gehaltssteigerung, Chefärzteeinkommen, Liquidationsrecht, Beteiligungsvergütung, Bonusvereinbarung

Die durchschnittlichen Gesamtbezüge der Chefärzte haben sich gegenüber dem Vorjahr von 257.000 Euro auf 266.000 Euro erhöht. Dabei stiegen die Grundgehälter 2011 für Chefärzte um 1,8 Prozent, während die durchschnittlichen Erhöhungen der Ärzte insgesamt 2,3 Prozent betrugen. So lauten einige wichtige Eckdaten des aktuellen Kienbaum-Vergütungsreports „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern 2011”, der auf Daten aus 176 Krankenhäusern mit Vergütungsinformationen zu 754 nichtärztlichen Führungskräften sowie 1.660 Ärzten beruht.

Vergütung von Führungskräften in Krankenhäusern

Mit ihren Durchschnittseinkommen von 266.000 Euro in 2011 konnten die Chefärzte den negativen Trend aus dem Vorjahr (257.000 Euro) wieder umkehren und den Wert aus dem Jahre 2009 – ebenfalls 266.000 Euro – wieder erreichen. Die Chefärzte verdienen damit zwar das 1,7-fache der Geschäftsführer von Krankenhäusern, liegen mit ihren Einkommen aber knapp 50.000 Euro unter den Einkommen der Geschäftsführer von Wirtschaftsunternehmen.

Die geplanten Gehaltssteigerungsraten der Grundgehälter für 2012 wurden von den an der Studie beteiligten Krankenhäusern mit durchschnittlich 2,0 Prozent angegeben.

Variable Anteile der Vergütung von Chefärzten

Der variable Anteil an der Jahresgesamtvergütung ist mit 52 Prozent sehr hoch. Zum Vergleich: Geschäftsführer in Wirtschaftsunternehmen liegen zurzeit im Durchschnitt bei einem Anteil von 33 Prozent.

Gestaltungsvarianten der variablen Vergütung

Für die Gestaltung der variablen Vergütung von Chefärzten lassen sich drei Hauptformen unterscheiden.

  • Das Liquidationsrecht ist mit 51 Prozent immer noch die dominierende Gestaltungsform der variablen Vergütung von Chefärzten. Allerdings sinkt der Prozentsatz von Jahr zu Jahr. So lag der Prozentsatz des Liquidationsrechts in 2010 noch bei 58 Prozent und somit um 7 Prozent höher als in 2011. Für die Einräumung des Liquidationsrechts muss der Chefarzt in aller Regel einen Vorteilsausgleich an das Krankenhaus leisten. Dieser liegt 2011 im Durchschnitt bei 20 Prozent der Liquidationseinnahmen (Vorjahr: 23 Prozent). Zusätzlich werden die Mitarbeiter der Chefarztabteilung häufig über eine Poolverpflichtung an diesen Einnahmen beteiligt. 
  • Die Beteiligungsvergütung sehen 14 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) der Chefarztverträge vor. Dieser Anteil hat sich in den letzten zehn Jahren um etwa 10 Prozent erhöht. Hierbei erhält der Chefarzt einen vertraglich fixierten Anteil an den Einnahmen der Klinik aus der gesonderten Berechnung zum Beispiel wahlärztlicher Leistungen. Die Beteiligungsvergütung erreicht im Durchschnitt einen Wert von 115.000 Euro (Vorjahr: 99.000 Euro). Sie liegt damit über der Bonusvereinbarung (79.000 Euro), erreicht aber nur 58 Prozent der Durchschnittseinkünfte aus der Ausübung des Liquidationsrechts. 
  • Bei der Bonusvereinbarung hat der Chefarzt Anspruch auf eine vertraglich fixierte Vergütung auf Basis einer vereinbarten Berechnungsgrundlage. Dies sind häufig quantitative Kennziffern wie Fallzahlen oder Patientenbelegung oder betriebswirtschaftliche Größen wie Betriebsergebnis, Kosten- und Erlösbudget. Die Kliniken forcieren diese Art der variablen Vergütung, da die Träger immer stärker darauf angewiesen sind, wirksame Instrumente zur Steuerung der Krankenhäuser einsetzen zu können. Seit 2001 stieg der Anteil der Bonusvereinbarung an den variablen Vergütungen von 11 auf mehr als 20 Prozent an. Außerdem ist die Bonusvereinbarung immer ein Bestandteil von Kombinationen der Gestaltungsformen. 
  • Variable Vergütungen der Chefärzte 2011 (in Tsd. Euro)

  •  

    Liquidationsrecht*

    Beteiligungsvergütung

    Bonusvereinbarung

    Kombinationen

    insgesamt
    Unteres Quartil   32  27  23 12  17
    Median  106  50  53  20  60
    Oberes Quartil  263  153  100  61  161
     Durchschnitt  199  115  79  84  138
  • * nach Abzug von Kostenerstattung, Vorteilsausgleich und Poolverpflichtung

    Zur Erläuterung:

    Die Werte des unteren bzw. oberen Quartils bedeuten, dass jeweils 25 Prozent der Chefärzte mit ihren variablen Einkommen noch unter bzw. über den im jeweiligen Quartil angegebenen Einkommen liegen. Der Median ist der mittlere Wert aller Nennungen

    Entwicklungen bei den Gestaltungsvarianten

    Bei jüngeren Chefarztverträgen nimmt der Anteil des Liquidationsrechts zugunsten anderer Gestaltungsformen stetig ab. Hatten vor 15 Jahren noch über 90 Prozent der Chefärzte ein Liquidationsrecht, so liegt dieser Prozentsatz bei den Verträgen, die nicht älter als drei Jahre sind, inzwischen bei nur noch 30 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Verbreitung der Bonusvereinbarung seit 1995 von unter 5 Prozent auf über 45 Prozent bei Neuverträgen erhöht.

    • Variable Vergütung nach Vertragsalter (in Tsd. Euro)

     

    Alter des Chefarztvertrages Unteres Quartil Median Oberes Quartil  Insgesamt
    Unter einem Jahr  8  31  59  49
    1 bis 3 Jahre  12  32  103  77
    3 bis 5 Jahre  16  58  144  92
    5 bis 10 Jahre  34  94  184  149
    10 bis 15 Jahre  57  150  282  201
    Über 15 Jahre  84  286  477  363
    insgesamt  17  60  161  138

     

    Im Durchschnitt erzielten die Chefärzte mit alten Verträgen in 2011 gut siebenmal so hohe variable Vergütungen wie die Kollegen mit neuen Verträgen.

    Chefarzteinkünfte aus Nebentätigkeiten

    Neben der variablen Vergütung besteht für Chefärzte die Möglichkeit, ihre Jahresgrundbezüge durch Einkommen aus Nebentätigkeiten zu erhöhen. Voraussetzung dafür ist eine Nebentätigkeitserlaubnis, die allerdings die überwiegende Zahl der Positionsinhaber besitzt. Zu den vereinbarten Nebentätigkeiten gehören zum Beispiel die ambulante Beratung und Behandlung sowie nichtstationäre Gutachtertätigkeiten.

    Die Bandbreite in der Höhe der Einkommen aus Nebentätigkeiten ist enorm hoch. Es werden hier Werte von wenigen Tausend Euro zum Beispiel in der Geriatrie bis zu Beträgen von über 200.000 Euro in der Radiologie im Jahr erreicht.

    Woraus resultieren die hohen Vergütungsunterschiede?

    Die Chefarzteinkommen sind sehr unterschiedlich. Für die Höhe der Chefarztvergütung sind verschiedene Merkmale des jeweiligen Krankenhauses und des Positionsinhabers ausschlaggebend. Einige Merkmale des Krankenhauses, die einen hohen Einfluss auf die Vergütung ausüben, sind:

    Größe und Standort der Klinik

    Ein Chefarzt in einem Krankenhaus mit bis zu 250 Beschäftigten verdient durchschnittlich 165.000 Euro und damit nur 46 Prozent von dem, was sein Kollege in einem Haus mit mehr als 2.000 Beschäftigten erhält. Große Vergütungsunterschiede bestehen nach wie vor zwischen den alten und neuen Bundesländern. Die deutlich niedrigeren Chefarzteinkommen in den neuen Bundesländern (durchschnittlich 219.000 Euro) sind darin begründet, dass dort den Chefärzten wesentlich seltener ein Liquidationsrecht eingeräumt wird und die Höhe der Privatliquidationen geringer ausfällt. Trotzdem haben sich die Einkommen in den letzten Jahren etwas angenähert.

    Persönliche Merkmale

    Bei den personenspezifischen Merkmalen sind besonders das Alter und die Berufserfahrung sowie das Geschlecht des Positionsinhabers Kriterien, die sich auf das Einkommen auswirken. Junge Chefärzte (40 Jahre) liegen mit 200.000 Euro um 136.000 Euro unter dem Durchschnittseinkommen eines über 60-jährigen Kollegen. Krankenhäuser honorieren – ebenso wie Unternehmen – die zunehmende Berufserfahrung, wodurch Einkommenszuwächse von über 100 Prozent während des Berufslebens möglich sind.

    Fachrichtung und Reputation

    Auch die Fachrichtung und die Reputation der Chefärzte beeinflussen die Vergütungshöhe erheblich. Die nachfolgende Tabelle zeigt am Beispiel der Anästhesie die Streuung der Einkommen in einer Fachabteilung und die unterschiedlichen durchschnittlichen Einkommen in verschiedenen Fachbereichen.

    • Einkommen der Chefärzte nach Fachabteilungen (in Tsd. Euro)

     Anästhesie/Intensivmedizin  Grundbezüge  Variable Vergütung Nebentätigkeit    Gesamtbezüge

     Unteres Quartil

     87

     35

     1

     136

     Median

     105

     76

     9

     179

     Oberes Quartil

     141

     193

     23

     282

     Durchschnitt

     124

     177

     15

     267

      Chirurgie (Durchschnitt)
      134    156  50 275 
      Gynäkologie/Geburtshilfe (Durchschnitt)
      132  95  71  229
      Radiologie (Durchschnitt)
       126  229  151  341
       

    Die ausgewiesenen Werte für den Bereich Anästhesie/Intensivmedizin zeigen, dass der Durchschnitt immer über dem Median liegt. Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass die Durchschnittswerte durch den Einfluss einzelner, sehr hoher Einkommen nach oben gezogen werden.

    (Beitrag aus „Chefärzte Brief“ -Ausgabe 1/2012-)

    Kommentar schreiben

    Spamschutz: Bitte geben Sie diese Zeichen­kombination in das untere Feld ein!

    Spamschutz
    * Pflichtfelder bitte ausfüllen