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Finanzierung / Banken
Am aktuellen Finanzdesaster von Porsche ist zu sehen, dass auch Vollprofis beim Thema Finanzierung und Banken schwerwiegende Fehler unterlaufen.
Geldverleiher und Banken waren auf dieser Welt noch nie beliebt. Sie sind keine Samariter sondern knallharte Geschäftsleute. Im Zweifelsfall wird auch bei kleinen Beträgen stets das Interesse der Bank in den Vordergrund gestellt; auch wenn das dem Kreditnehmer – im Vergleich zum Ausfallrisiko für die Bank – überproportional hohe Verluste beschert.
Finanzierungen sind lästig. Sie können jedoch für denjenigen, für den Geld keine Rolle spielt, eine Sache von fünf Minuten sein – der muss allerdings nicht finanzieren!
Dieser Teil enthält einige Grundsätze zum Umgang mit Finanzierungen. Diese sind allgemein bekannt, allerdings nicht gegenwärtig. Teil II. wird den „richtigen“ Umgang mit Banken und Finanzberatern behandeln.
Finanzierungen:
- Nicht alles was schön ist bzw. wäre wird tatsächlich benötigt. Schon gar nicht sofort. Statt eines 2.000 Euro Kaffeeautomaten tut es auch die Nespresso-Maschine für 200.- Euro – und das sehr gut!
- Fragen Sie einen Außenstehenden was er von der Anschaffung hält und ob er denkt sie müsste unbedingt sofort sein. Welche Alternativen gibt es?
- Sparen heißt nicht etwas günstiges zu kaufen sondern gar nichts!
- Kleinkram macht auch Mist. Überlegen Sie stets wie lange Sie für eine Investition arbeiten müssen und wie viel Geld Sie nach Abzug einer eventuellen monatlichen Rate noch zum Leben übrig haben.
- Schulden sind eine Wette auf die Zukunft. Überlegen Sie stets wie hoch Sie wetten möchten und wie es für Sie aussieht, wenn Ihr Pferd verliert.
- Bauen Sie finanzielle Puffer ein. Wenn noch 1.000 Euro im Monat frei verfügbar sind ist das ein guter Puffer für Unvorhergesehenes. Der Kontokorrent ist kein Puffer sondern ein Notpuffer.
- Achten Sie bei großen Investitionen auf Qualität und Langlebigkeit.
- Die Nutzungsdauer sollte über der Finanzierungsdauer liegen.
- Sparen Sie wo es möglich ist im Vorfeld 20% des benötigten Geldes an.
- Gebrauchte Gegenstände sind häufig eine nicht ernsthaft genug in Betracht gezogene Alternative.
- Rabatte, Messepreise, etc. sollten Sie mitnehmen. Allerdings dürfen derartige Verlockungen nicht die Basis einer Kaufentscheidung bilden. Investitionen müssen sachlich und rechnerisch fundiert sein - sie müssen sich amortisieren; und zwar nachweislich, nicht gefühlt.
- Erstellen Sie einen Business- und einen Liquiditätsplan.
- Simulieren Sie die finanzielle Situation mittels Controlling in die Zukunft. Wie lange benötigt die Amortisation? Amortisation hat im übrigen zunächst überhaupt nichts mit den Abschreibungen zu tun.
- Überlegen Sie welche Restrisiken bestehen.
- Erstellen Sie ein Worst-Case Szenario.
- Pflegen sie das Prinzip der Schriftlichkeit und dokumentieren Sie all diese Dinge. Das ist unter zeitlichen Gesichtspunkten deutlich effizienter als Sie denken.
Demnächst in Teil II.: Banken und Finanzberater





