Leiter Forschung und Entwicklung (Medien)
IWW Institut für Wirtschaftspublizistik GmbH & Co. KG
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Aktuelles
Wenn die Stationsärztin im Krankenhaus öfter am Computer als beim Patienten sitzt, dann läuft etwas verkehrt. Zu diesem Schluss kam das Klinikum Coburg nach einem internen Projekt, das Aufgaben und Zeitaufwand von Stationsärzten dokumentierte. Damit auf diese Erkenntnis auch Taten folgen können, wurde in einem weiteren Projekt erprobt, wie die Ärztinnen und Ärzte entlastet werden können. Abgeguckt von gut organisierten Arztpraxen, fiel der Blick umgehend auf die MFA, die täglich den Patientenansturm ebenso wie die Flut von Terminvereinbarungen und Krankeninformationen bewältigt. Im Klinikum Coburg wird sie jetzt bevorzugt als ...
Aktuelles
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit hat das Gericht die Regelung als verfassungswidrig eingestuft, wonach diese Kosten nur noch abgesetzt werden können, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet. Im konkreten Fall hatte ein Lehrer geklagt, der sein häusliches Arbeitszimmer ausschließlich zur Vor- und Nachbereitung des...
Aktuelles
Das „Burn-out-Syndrom“, das „Ausgebranntsein“, wurde erstmals im Jahr 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger beschrieben. Das Risiko des „Ausgebranntseins“ tragen insbesondere Leistungsträger. Da beständige Anspannung ohne entsprechende Phasen der Entspannung praktisch jeden Menschen, vom Kleinkind bis zum Hochbetagten, treffen kann, ist das Burn-out-Syndrom ubiquitär zu beobachten. Dennoch sind es gerade die Menschen in hoher Verantwortung mit einem besonderen Leistungsanspruch und besonderer Motivation, die gefährdet sind, „auszubrennen“. Hierzu zählen in...
Aktuelles
Die Regelungen zur Kostenpauschale für die Verordnung von Palliativversorgung (EBM-Nr. 40860) haben sich zum 1. Juli 2010 geändert. Ärzte sollten jetzt folgendes beachten: Sind bei einer längeren Palliativversorgung nach Ablauf der Erstverordnung weitere Verordnungen der spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) notwendig, sollten Ärzte diese als Folgeverordnung ausstellen, auch wenn ein neues Quartal begonnen hat. Folglich kann die Kostenpauschale nach EBM-Nr. 40860 über mehrere Quartale hinweg für den gesamten Behandlungszeitraum insgesamt nur einmal angewandt werden. Sie ist maximal zweimal im ...
Aktuelles
Ein Patient, der familienversichert ist, bekommt im Krankheitsfall keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1), sondern eine private Bescheinigung. Wenn er aber einen 400-Euro-Job annimmt, ist folgendes zu beachten: Die Leistungen der Krankenversicherung richten sich für Versicherte und Familienversicherte gleichermaßen nach dem SGB V. Der Status „Versicherter“ oder „Familienversicherter“ entscheidet deshalb nicht darüber, wann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach Vordruck Muster 1 auszustellen ist. Vielmehr ist nach den Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien eine AU-Bescheinigung (...
Aktuelles
Mit etwa 350 Mio. chronisch infizierten Menschen ist die Hepatitis B weltweit die häufigste Virusinfektion. Auch in Deutschland leiden etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung unter einer chronischen Hepatitis-B-Infektion. Rund 7 Prozent der Deutschen haben bereits eine Hepatitis-B-Infektion hinter sich. Grund genug, um anhand eines Fallbeispiels darzustellen, wie ein Behandlungsablauf mit Abrechnungsmodalitäten erfolgen kann.(Beitrag aus „Abrechnung aktuell Ärzte“ [Ausgabe 8/2010])...
Aktuelles
Vor Beginn der Behandlung muss der Patient neben der Europäischen Krankenversichertenkarte einen Identitätsnachweis, Personalausweis oder Reisepass, vorlegen. Ärzte rechnen erbrachte Leistungen folgendermaßen ab: Ärzte benötigen Muster 80 und 81 zur Abrechnung, die sie von ihrer KV beziehen können. Muster 80 (Dokumentation des Behandlungsanspruchs im Ausland versicherter Personen) füllt der Vertragsarzt aus, Muster 81 (Erklärung des im EWR-Ausland oder in der Schweiz versicherten Patienten) füllt der Patient aus. Der Patient muss sich für eine aushelfende Krankenkasse entscheiden ...
Aktuelles
Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 1. Juli 2010 die vielfach kritisierte Regelung, wonach ein qualifikationsgebundenes Zusatzvolumen (QZV) für die "Allergologie" nur dann zugeteilt werden sollte, wenn der betreffende Arzt über die weiterbildungsrechtliche Zusatzbezeichnung verfügt, zurückgenommen. Die erst zum 01.07.2010 in Kraft getretene Regelung hat somit nur eine sehr kurze Wirkdauer erlangt. Hintergrund der Rücknahme dürften einerseits die teils erheblichen Proteste der betroffenen Fachärztegruppen gewesen sein. Andererseits warf die Regelung auch rechtliche Probleme...
Aktuelles
Ab dem 01. 04. 2010 gelten für die im PKV-Basistarif versicherten Patienten erheblich reduzierte Faktoren. Diese haben die KBV und der PKV-Verband als Vertreter der Ärzte abweichend von der GOÄ festgelegt. Der Hintergrund ist, dass die PKV das Vergütungsniveau an das der gesetzlichen Krankenversicherung anpassen möchte. Die Ärzteschaft befürchtet, dass dadurch die mit der Bundesärztekammer anstehenden Verhandlungen zur Novellierung der GOÄ negativ beeinflusst werden. Als 2007 die Bundesregierung im Vorfeld der Einführung des einheitlichen PKV-Basistarifs (PKV = Private Krankenversicher...