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SCOOP Ärzte- und Zahnärzteberatung

Recht

Praxiskauf: Vertragsarztzulassung - wann abschreibbar und wann nicht

Montag, den 30. Januar 2012 von Dagmar Kayser-Passmann

Nicht immer kann beim Erwerb einer Arztpraxis der gesamte Kaufpreis abgeschrieben werden. Darauf weisen die Oberfinanzdirektionen (OFD) Münster und Rheinland in inhaltlich gleichen Verfügungen hin. Zwar habe der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Vertragsarztzulassung unter bestimmten Bedingungen ein unselbstständiger Teil des Praxiswerts sei und mit diesem abgeschrieben werden könne (vgl. Intime Oktober 2011). Stehe jedoch der Kauf der Zulassung im Vordergrund, weil etwa die Praxis nicht weitergeführt wird, gelte die Zulassung als selbstständiges immaterielles Wirtschaftsgut, das nicht abgeschrieben wer...

Praxisführung/Marketing/Strategie

Schutzimpfungs-Richtlinie: G-BA beschließt Änderungen bei den Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen

Sonntag, den 29. Januar 2012 von IWW Institut für Wirtschaftspublizistik

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 24. November 2011 Änderungen in Anlage 1 der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) bezüglich der Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen beschlossen. Mit dem Beschluss setzt der G-BA eine aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) um.(Beitrag aus „Abrechnung aktuell Ärzte“ -Ausgabe 1/2012-)...

Betriebswirtschaft/Praxisbewertung

Plausibiltätsprüfung: Wie vermeide ich Honorarrückforderungen?

Samstag, den 28. Januar 2012 von IWW Institut für Wirtschaftspublizistik

Derzeit führen viele Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) vermehrt Plausibilitätsprüfungen durch, die auf eine hohe Quote gemeinsamer Patienten des geprüften Arztes mit einer anderen Praxis zurückzuführen sind. Insbesondere bei Praxisgemeinschaften oder Praxen unter gleicher Anschrift überprüfen die KVen die Abrechnungen darauf, ob in den jeweiligen Quartalen ein Patient in beiden Praxen behandelt worden ist. Ergibt diese Prüfung bei fachgleichen Praxen eine Quote gemeinsamer Patienten von mehr als 20 Prozent und bei fachverschiedenen Praxen eine Quote von mehr als 30 Prozent, führt die KV eine Plausibilitätsprüfung durch.(Beitrag aus ...

Recht

Zur Fallzusammenführung bei Komplikationen

Samstag, den 28. Januar 2012 von Christopher Beyer

Das Sozialgericht Landshut und das Sozialgericht Köln haben in ihren Urteilen entschieden, dass den Krankenkassen die materielle Beweislast für das Vorliegen einer in den Verantwortungsbereich des Krankenhauses fallenden Komplikation obliegt. Allein die Darlegung eines Kausalzusammenhangs oder die lapidare Feststellung des MDK, dass ein medizinischer Zusammenhang mit dem Erstaufenthalt erkennbar sei, reichen nicht aus. (SG Landshut, Urteil vom 26.05.2011, S 1 KR 223/09) (SG Köln, Urteil vom 16.08.2011, S 29 KR 1075/10)...

Recht

Sektorenübergreifende Versorgung: KV ist durch § 116b Abs. 2 SGB V grundsätzlich nicht in eigenen Rechten betroffen

Freitag, den 27. Januar 2012 von Lars Lindenau

Eine klagende Kassenärztliche Vereinigung (KV) geht gegen die Berechtigung des beigeladenen Krankenhauses nach § 116 Abs. 2 SGB V zur ambulanten Behandlung von Patienten mit Tumoren der Lunge und des Thorax vor, die die beklagte Bezirksregierung im Oktober 2010 erteilt hat. Das Sozialgericht (SG) Berlin (Urteil vom 21.9.2011, Az: S 36 KR 2437/10) hat die Klage abgewiesen. Die Entscheidung des SG Berlin Das SG stellt zunächst fest, dass die Klage zulässig ist. Insbesondere die Klagebefugnis sei zu bejahen, weil es zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen sei, dass die KV durch die in § 116b Abs. 2 SGB V vorgeseh...

Steuern/Buchhaltung

Umsatzsteuer: Anästhesistische Leistungen bei Schönheitsoperationen sind nicht umsatzsteuerfrei

Freitag, den 27. Januar 2012 von IWW Institut für Wirtschaftspublizistik

Die heilbehandlungsbezogene Steuerfreiheit (§ 4 Nr. 14 UStG) setzt voraus, dass bei der Leistung ein medizinisch-therapeutischer Zweck im Vordergrund steht. Bei ästhetisch-plastischen Operationsleistungen der Chirurgen hatte die Rechtsprechung dies bereits verneint. Entsprechendes soll nun auch für die Leistungen der bei solchen Operationen beteiligten Anästhesisten gelten (BFH 6.9.11, V B 64/11).(Beitrag aus „Praxis Freiberufler-Beratung“ -Ausgabe 1/2012-)...

Praxisführung/Marketing/Strategie

GOZ-Novelle: Die Abrechnung von Einzelkronen nach der neuen GOZ

Donnerstag, den 26. Januar 2012 von IWW Institut für Wirtschaftspublizistik

In diesem Beitrag erläutern wir die wichtigsten Änderungen im Zusammenhang mit der Kronenversorgung. Änderungen im Leistungstext sind auch hier wieder mit Fettdruck hervorgehoben. Anhand von Fallbeispielen wird detailiert auf das Thema eingegangen und Hinweise zur Abrechnung werden dargestellt. (Beitrag aus „Privatliquidation aktuell“ -Ausgabe 1/2012-)...

Recht

Arbeitnehmer können Pflegezeit für einen Angehörigen nicht splitten

Donnerstag, den 26. Januar 2012 von Dagmar Kayser-Passmann

Arbeitnehmer, die Pflegezeit für nahe Angehörige in Anspruch nehmen wollen, sollten sich deren Dauer genau überlegen. Denn wer von seinem Arbeitgeber schon einmal ein paar Wochen freigestellt wurde, kann später nicht abermals Pflegezeit für denselben Angehörigen verlangen. Das Bundesarbeitsgericht betonte jetzt, dass die Pflegezeit ein einmaliges Gestaltungsrecht ist, das mit der erstmaligen Inanspruchnahme erlischt. Das gilt auch dann, wenn die schon einmal absolvierte Pflegezeit die gesetzlich vorgesehene Höchstdauer von sechs Monaten unterschreitet....

Recht

Arzthaftung: Missachtung elementarer medizinischer Grundregeln bedeutet groben Behandlungsfehler

Mittwoch, den 25. Januar 2012 von von Alexandra Stahl, Rechtsanwältin

Mit Urteil vom 20. September 2011 (Az: VI ZR 55/09) hat der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt, dass für die Bewertung eines groben Behandlungsfehlers nicht nur die in Leitlinien, Richtlinien oder anderen ausdrücklichen Handlungsanweisungen niedergeschriebenen Erkenntnisse zu berücksichtigen, sondern insbesondere auch elementare medizinische Grundlagen, die im jeweiligen Fachgebiet vorausgesetzt werden, heranzuziehen sind. Der Fall Die Klägerin begehrte die Erstattung von Aufwendungen, die sie für eine Mandel-Operation ihrer Versicherten erbracht hat. Nachblutungen machten eine erneute Operation erforderlich, be...


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